





Hirten, Handwerk, Alltagskultur und Kunst
Das Deutsche Hirtenmuseum Hersbruck befindet sich im Zentrum der Hersbrucker Altstadt. Untergebracht ist es in einem ehemaligen Ackerbürgerhaus aus dem Jahre 1524, mit einer südländisch anmutenden Dockengalerie. Zu dem malerischen Ensemble gehören auch die ehemalige Scheune des Nachbargebäudes, die den romantischen Innenhof abschließt sowie das benachbarte Fachwerkhaus mit Garten im Stadtgraben.
Rings um Hersbruck erinnern noch heute, dank der Pflege des Naturschutzzentrum Wengleinpark e. V., viele sogenannte „Hutanger“ an den bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts ausgeübten Beruf des Gemeindehirten in der Franken Alb. Fast überall in Deutschland und Mitteleuropa verschwanden die Hutanger, auch Espan genannt, mit der Auflösung der Allmenden (gemeindeeigenes Grasland).
Das Hirtenmuseum ist das einzige Museum im deutschsprachigen Raum, das sich einem der ältesten Berufe der Menschheit widmet. Zahlreiche historische Exponate und Darstellungen erzählen vom Leben der Hirten und ihrer Besonderheit, in Franken und in vielen anderen Teilen der Erde. So umfasst die Ausstellung unter anderem Arbeitsgeräte, Gebrauchsgegenstände und kunsthandwerkliche Arbeiten der Hirten sowie die regionaltypische Kleidung und gibt darüber hinaus einen Überblick über das Hirtenwesen weltweit.
In einer museumsdidaktischen Dauerausstellung wird zusätzlich an zahlreichen Mitmach-Stationen das Zusammenleben zwischen Mensch und Nutztier beleuchtet. Auf rund 250 m² wird im Rahmen eines interaktiven Konzepts „begreifbar“ gemacht, welchen Nutzen Menschen seit Jahrtausenden von den am Haus gehaltenen Tieren haben.
Weitere Themen dieses Ausstellungsbereichs sind: Tiere als Lieferanten von Rohstoffen wie Milch, Fleisch, Leder, Wolle und Federn, die totale Verwertung eines Rindes in unserer Zeit sowie Stallhaltung und Fütterung im Wandel der Zeiten. Hörstationen, Filmbeiträge und zahlreiche Stationen, die zum Ausprobieren verführen, machen den Museumsbesuch auch für junge Besucher zu einem echten Erlebnis.
Sonderausstellungen
Mehrmals im Jahr bereichern wechselnde Sonderausstellungen zu allen Sammlungsgebieten wie dem Hirtenwesen, Handwerk, Alltagskultur und Kunst den Museumsbesuch.
Traditionelle Museumsfeste
Als echte Besuchermagnete im Deutschen Hirtenmuseum erweisen sich drei große Feste im Jahr – angefangen mit dem traditionellen Hirtentag, der immer am 6. Januar stattfindet. Am ersten Sonntag im Mai folgt das Schaf-Fest, das schon seit längerem in mittelalterlicher Manier gefeiert wird, und Mitte September der Handwerkermarkt mit vielen Vorführungen von heute fast ausgestorbenen Berufen.
An jedem 1. Sonntag im Monat von 11 bis 16 Uhr treffen sich in der öffentlichen „Spinnstube“ Frauen, um zusammen mit der Handspindel und am Spinnrad aus gewaschener Rohwolle Garn zu spinnen. Außerdem findet um 15 Uhr eine öffentliche Hausführungen für jedermann statt.
Informationen zu unseren vielfältigen Veranstaltungen im Jahreslauf finden Sie hier












